Der November 2011 war der trockenste November in Deutschland seit dem Beginn der Wetteraufzeichnung.
Einige Tage und Nächte waren von kurzen Sichtweite:

Am letzten Tag war der Himmel war wolkenlos und die Sicht bis zum Horizont klar, dadurch war der Halbmond über die Stadt ungetrübt zu sehen. An den vielen Fenster und Balkons ist die Weihnachtsillumination zu sehen.

Am nächsten Tag brachte der Dezember die Wolken mit und der Mond war fort.

..und der Rennende von Marzahn

Ehrlich gesagt, um vier Uhr morgens aufzustehen macht es wenig Spaß. Daher hatte ich den Wecker auf 4:30 gestellt. Das hat wenig geholfen, mein Körper werte sich stumm und taub dagegen, ich hatte nichts gehört. Erst wenn meine Frau mich geschüttelt hat, machte ich mit Mühe die Augen auf. Zehn Minuten später raste ich mit dem Fahrrad in die Richtung Eisenacher Strasse. Es war schon fast zu spät, dachte ich, der Himmel ist schon rot. Doch ich habe es noch rechtzeitig geschafft, so schnell geht die Sonne nicht auf.

Die nächste Enttäuschung lies nicht auf sich warten ─ die Sonne ging viel zu weit links auf. Viel zu weit von dem Kienberg, auf den ich nicht aufsteigen wollte, und auch viel zu weit von dem Erholungspark Marzahn, der so früh noch geschlossen ist, und viel zu weit links von der Eisenacher Strasse, die nicht ganz genau Richtung Osten verläuft, sondern ganz leicht nach Süden. Und in dieser Strasse befand ich mich in dem Augenblick .

Mein Ziel war ein Hochhaus. Ein Hochhaus auf dem zwei Menschen gefährlich balancieren und die bombastisch gut vor der aufgehenden Sonne aussehen würden. Die Sonne war aber nicht da, wo ich sie haben wollte und ging unaufhaltsam hoch. Es begann ein Rennen gegen die Zeit.

Ich flitzte zum Kienberg, an dem Bergfuß wächst eine Gruppe von Bäumen, der Blick ist versperrt, doch es findet sich eine Lichtung dazwischen.. aber ohne den begehrten roten Kreis im Hintergrund.

Die Sonne geht auf.

Im Laufschritt geht es es Bergauf, 102 Meter hoch, mitten auf dem Weg wieder ein Durchblick auf die urbane Landschaft. Der glühende Kreis ist zu sehen, aber die Figuren sind verschwunden. Es geht weiter nach oben, aber vergeblich, die Büsche und Bäume dort verdecken die Sicht komplett, nichts ist zu sehen.

Die Sonne geht auf.

Also wieder Bergab, Tempo, Tempo! Unten angekommen, schnell auf den Fahrrad und näher an das Haus ran. Schlechte Idee, der Blickpunkt ist ungünstig. Das ist aber jetzt nicht mehr wichtig ─ die Sonne ist auf.

Auch wenn es nicht alles so gelaufen ist, trotzdem bin ich zufrieden, ein paar Fotos sind gar nicht so schlecht geworden. Es hat sich gelohnt, so früh aufzustehen. Weiterlesen

Ende März hat mich meine Schwester angerufen und angekündigt, ich soll nichts an dem kommenden Wochenende planen, denn sie hat günstig die Karten für Tropical Islands erworben.

Tropical Islands ist ein großer Freizeitpark, der sich in dem ehemaligen Hangar für den nie gebauten Riesenluftschiff „Cargolifter“ errichtet wurde. Das Unternehmen hatte leider Pech: das viele Geld der Aktionäre war verbraucht und das Mega-Vorhaben platzte wie ein Luftballon.

Die Halle stand aber nicht lange leer, es wurde 2004 von einem malaysischen gekauft, das die breite Fläche mittels ein Paar Regenwald-Pflanzen, einer handvoll Strand und etwas Schwimmbad-Wasser in bare Münze konvertiert hatte. Nein, ehrlich, der Aquapark ist tatsächlich gut geworden, obwohl es kein Ersatz für einen Urlaub in Süden bietet, für ein Tag Abwechselung von dem Alltag findet man vor allem im Winter nichts vergleichbares.