Um ein Foto von Polarlicht zu schießen, ist es nicht nötig sich gleich in eine Arktisexpedition einzuschreiben. Mit eigener Kreativität und nur wenigen Hilfsmittel schafft man es ohne den Fuß aus dem Haus zu setzen.

Als erstes braucht man eine Kamera mit dem „Bulb“-Modus, damit ist es möglich die Belichtungszeit manuell starten und stoppen. Hat die Kamera diesen Modus nicht, sollte es mindestens die Einstellung haben, die Verschlusszeit auf 30 Sekunden zu setzen. Während der Belichtung darf die Kamera sich nicht bewegen, ein Stativ ist ein Muss. Der Raum, wo der Shooting stattfinden, sollte komplett Dunkel sein. Das dritte unentbehrliches Mittel ist die Lichtquelle, es kann eine farbige, bevorzugt eine grüne, Leuchtdiode bzw. eine LED-Lampe mit einem transparenten Farbvorsatz oder ein iPhone bzw. ein Android-Smartphone mit einer passenden App. Für meinen Gerät habe ich aus dem Android-Market eine App namens „Color Flashlight“ installiert.

Damit das zukünftige Lichtspiel nicht langweilig und möglichst echt aussieht, sollte man für Dekoration sorgen. Dazu aus schwarzem Bastelkarton eine Silhouette ausschneiden oder die Spielzeug- oder Modellfiguren benutzen. Ich habe meine Silhouette selbst in einem Bildberabeitungs-Programm erstellt und auf einem Zeichenkarton (190 g/m²) ausgedruckt.

Die Szenerie habe ich auf einem großen Schuhkarton aufgebaut, sie folgendes Foto. Mit der Watte wird der Schnee simuliert, es reflektiert den „Polarlicht“ und sorgt für die Tiefe in dem Bild. Die Alufolie habe ich in der Annahme, dass sie die Reflexion verstärkt, unter der Watte gelegt, aber es brachte offensichtlich keinen sichtbaren Vorteil.

Für die Aufnahmen habe ich die Kamera auf der Höhe der Rentiere positioniert, bei der normalen Licht die Fokussierung in automatischen Modus durchgeführt und den anschließend auf „manuell“ umgeschaltet. Die Blende wurde soweit es ging geschlossen ─ auf f/36.

In dem Smartphone habe ich die App gestartet und auf grünes Farblicht eingestellt, davor die Lichtstärke des Bildschirms auf das Minimum gesetzt. Im dunklen Raum wurde die Kamera ausgelöst und mit schnellen, gleichmäßigen Bewegungen nach oben und nach unten den Hintergrund ausgemalt. Der Smartphone ist hinter der Szenerie zu halten und mit den Display in das Objektiv zu Leuchten.

Der Trick dabei ist während der Schwingungen soll die Amplitude außerhalb des Brennwinkels liegen, sonst bleiben auf dem Bild die rechteckige Abdrucke des Displays, die den ganzen Polarlicht-Effekt zu Nichte machen.

Wenn die ganze Bildfläche zwei bis drei Mal ausgemalt ist, kann die Aufnahme gestoppt werden und das Foto ist fertig.

3 Gedanken zu „Polarlicht

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